P(o)ur Brel!

Furioses Theatersolo oder Liederabend: eine Tour de chant wird zum Kammerspiel. Alexander Simon, Protagonist des Thalia-Theaters, verkörpert den flämischen Chansonnier Jacques Brel. Anfang der 70er – fünf Jahre nach seinem Rückzug von der Chansonbühne – sitzt er unwillig in einem Sessel und lässt sich aus über Liebe, Einsamkeit und Tod. Ein innerer Monolog wie der des Peer Gynt am Ende von Ibsens gleichnamigen Schauspiel, immer wieder unterbrochen und kontrastiert von Brels brillanten Bühnenchansons, die der Sänger Merlin und der Pianist Kenan den Gedanken ihres Protagonisten entgegensetzen.

Brel pur – pour Brel! Seit der Premiere im Oktober 2008 im Nachtasyl des Thalia-Theaters haben über 12.000 Zuschauer in bald 75 Vorstellungen die erfolgreiche Hommage gesehen.

„P(o)ur Brel!“ war 2009 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen, 2010 an das Deutsche Theater Berlin, 2012 zum Innenhof-Festival in Göttingen und 2014 zum Festival Stimmen Europas in Otterndorf mit Schwerpunkt Belgien. Gastierte u.a. am Bremer Schauspiel, am Braunschweiger Staatstheater und  wurde von Radio Bremen live’ mitgeschnitten.

 

Mitwirkende:

Alexander Simon ist Schauspieler.

Geboren 1968, will ursprünglich Musiker werden, studiert aber Schauspiel an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, bevor er sein erstes Engagement am Schauspielhaus Bochum annimmt und sich für das Theater entscheidet. Engagements am schauspielhannover, am Burgtheater Wien, schauspielfrankfurt, Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Schauspielhaus und am Thalia Theater in Hamburg folgen. Er arbeitet mit den Regisseuren Andreas Kriegenburg, Nicolas Stemann, Dimiter Gotscheff, Stephan Kimmig, Alize Zandwijk, Jorinde Dröse, Sebastian Hartmann, Armin Petras, Jan Bosse, Jan Lauwers, Jürgen Gosch und Stefan Bachmann. Er ist unter anderem Agamemnon in „Iphigenie“, Prospero im „Sturm“ oder Brick in „Die Katze auf dem heißen Blechdach“. In der laufenden Spielzeit verkörpert er u.a. Aljoscha in Die Brüder Karamasow und Emil Barkhausen in Jeder stirbt für sich allein, beide in der Inszenierung von Luk Perceval

Sascha Merlin ist Sänger.

Im September gastierte er zusammen mit dem Pianisten Sven van Koetsveld im Rahmen der Theatertage im Deutschen Theater Göttingen im Großen Haus mit „Leben, um davon zu singen“, ein Chanson-Abend, der im Jahr zuvor Nachtasyl des Thalia-Theaters herauskam und in dieser Spielzeit im Logensaal der Hamburger Kammerspiele wiederaufgenommen wurde.

Im August erschien bei epubli Merlins erster Roman „Ich weiß, daß ich Dich immer lieben werde – eu sei que vou te amar“ als Taschenbuch, 192 Seiten,  ISBN 978-3-8442-9602-0, zum Preis von 9,90€ und als eBook, ISBN 978-3-7375-0547-5, zum Preis von 6,90€.

2012 sang und veröffentlichte die Italienerin Milva zwei seiner Lieder beim Label Rubin Records „Der Mensch, der Dich liebt“ und „Wie die Möwe Jonathan“ und präsentierte beide Titel anschließend im Fernsehen einem Millionenpublikum.

Seit 2008 singt er in fast 75 Vorstellungen in der eigenen Produktion „P(o)ur Brel!“ Hommage an Jacques Brel im Nachtasyl des Thalia-Theaters in Hamburg neben Alexander Simon und Kersten Kenan.

Nach einem rauschenden Comeback gab Merlin zuvor von 1999 bis 2003 mehr als 100 Konzerte vor mehr als 10.000 Zuschauern. Gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Kersten Kenan tourte er durch ganz Deutschland: Opera stabile (Studiobühne der Hamburgischen Staatsoper) +  Kommödie Winterhuder Fährhaus, Hamburg, Staatstheater Braunschweig + Oldenburg, Theaterhaus am Markt in Potsdam,  Grüner Salon in der Volksbühne am Rosa-Luxenburg-Platz, Berlin (bekannt durch die NTV-Talkshow), Kammerspiele Nürnberg +  Nachtcafé, Theatercafé des Staatstheaters Freiburg,  Packhaustheater, Junges Theater + Theaterschiff, Bremen, Theater im Künstlerhaus, Hannover, Vita-Theater Lübeck, Heppel und Ettlich + Drehleier, München, Kulturforum Kiel und das Lutterbeker in Lutterbek waren nur einige der Stationen.

Die Kritiken waren enthusiastisch! “Mit rückhaltlos nackter Seele wirft sich der Barde in die Gedankenwelt von Brel, Piaf oder Kaléko. Der Mann liebt, leidet wirklich jedes Wort mit. Vor allem sein Stern Brel klingt sehr authentisch, sehr französisch, ohne dass er (auch bei der Piaf) deren Stilismen kopiert. Der „Valse à mille temps“ endet furios, “Sur la place” packt das Publikum.” schrieb der “Münchner Merkur”.

“Man folgt der Stimme, die einen an Alexandra erinnert, durch weiche Passagen und bekommt eine Gänsehaut, wenn sie plötzlich die Farbe wechselt und markant Stellung bezieht”  die Süddeutsche.

Kersten Kenan ist Pianist.

Er war Merlins musikalischer Partner in mehr als hundert Konzerten. Er arrangiert die bekannten Chansons nach Orchesterarrangements für Klavier und schreibt mit Merlin zusammen eigene Lieder, die u.a. von Milva gesungen wurden.
Er wurde 1975 in München geboren, besuchte dort die französische Schule und erhielt seine musikalische Ausbildung bei privaten Lehrern wie Manuela Dehmel in Hamburg. Er studierte Musikwissenschaft, Kunstgschichte und Französisch und arbeitet als Musik-Redakteur beim Kulturradio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und lebt in Berlin.